Stell dir vor, dein Leben ist ein Haus.
Jeder Mensch trägt ein Lebenshaus in sich.
Gebaut aus allem, was ihn geprägt hat – aus Erfahrungen, Verletzungen, Liebe, Angst und Vertrauen.
Und lange gehört dieses Haus nur dir.
Doch wenn du eine Familie gründest, bleibt dieses Haus nicht länger nur deins.
Dein Partner zieht ein. Deine Kinder wachsen darin auf.
Und während sie darin groß werden, erleben sie viel mehr als nur das, was du ihnen sagst.
Sie erleben, wie du mit dir selbst sprichst. Wie du liebst. Wie du streitest. Wie du Grenzen setzt. Wie du deinen Alltag bewältigst.
All das wird Teil dessen, was sie selbst über das Leben, über Beziehungen und über sich lernen.
Und aus all diesen Momenten bauen sie ihr eigenes Lebenshaus.
Wenn wir also verstehen wollen, was wir heute leben und was wir vielleicht unbewusst weitergeben, reicht es nicht,
nur auf das zu schauen, was gerade im Aussen passiert.
Wir gehen dorthin, wo dein eigenes Lebenshaus begonnen hat, zu deinen Wurzeln, deinen Mustern und den Geschichten,
die vielleicht schon lange vor dir begonnen haben.
Denn was du heute erkennst und veränderst, muss dein Kind morgen nicht mehr für dich sichtbar machen.
Denn dein Lebenshaus gehört nicht nur zu deiner Vergangenheit.
Du lebst noch darin.
In der Art, wie du reagierst.
In dem, was dich verletzt.
In Konflikten, die immer wiederkehren.
In Situationen mit deinem Partner, deinem Kind oder deiner Familie, die dich stärker treffen,
als du eigentlich möchtest.
Vielleicht gibt es auch in deinem Leben gerade etwas, dass du verändern willst, aber nicht weisst wie.
Ein Problem, das immer wieder auftaucht. Eine Situation, aus der du nicht herauskommst.
Oder etwas, bei dem du einfach nicht weisst, wo du überhaupt ansetzen sollst.
Genau dabei möchte ich dir helfen.
Denn bevor du etwas verändern kannst, hilft es zu verstehen, was eigentlich dahintersteckt und warum es dich so trifft.
Erzähl mir, was dich gerade beschäftigt.
Wähle ein konkretes Thema aus, das du besser verstehen und gerne lösen möchtest.
Ich stelle dir dazu Schritt für Schritt Fragen, die dir helfen herauszufinden, was dahintersteckt und was du verändern kannst.
Bleib bei diesem Thema und beantworte die Fragen nacheinander, bis wir das Gespräch gemeinsam abgeschlossen haben.
Warum ich heute dort hinschaue, wo ein Problem beginnt
Viele Jahre habe ich zunächst in der Krebsforschung an der Universität und später in der Neurologie und Psychiatrie gearbeitet.
Dabei sind mir immer wieder Menschen begegnet, die mit ganz unterschiedlichen Problemen, Beschwerden und Belastungen kamen.
Das Problem war sichtbar.
Doch für die Geschichte dahinter blieb oft wenig Raum.
Warum ist das entstanden?
Wo hat es eigentlich begonnen?
Und was hat dieser Mensch erlebt, lange bevor das Problem sichtbar wurde?
Diese Fragen haben mich nie losgelassen.
Auch deshalb, weil ich irgendwann begonnen habe, sie mir selbst zu stellen.
Denn auch in meinem eigenen Leben gab es Dinge, die sich immer wiederholten.
Beziehungen und Situationen, die mich verletzten. Anpassung.
Emotionaler Druck. Das Gefühl, funktionieren zu müssen.
Und irgendwann wollte ich nicht mehr nur wissen:
Wie bekomme ich dieses Problem weg?
Ich wollte verstehen:
Warum trifft mich das so?
Was passiert dabei mit mir?
Und was darf bei mir heute anders werden?
Je mehr ich begonnen habe, meine eigene Geschichte zu verstehen, desto deutlicher wurde mir:
Viele unserer heutigen Reaktionen beginnen nicht erst in der Situation, in der wir sie bemerken.
Sie haben eine Geschichte.
Sie entstehen aus dem, was wir erlebt haben.
Aus dem, was wir über uns selbst gelernt haben.
Aus unseren Beziehungen und familiären Prägungen.
Und manchmal aus Geschichten, die bereits lange vor uns begonnen haben.
Heute nenne ich all das dein Lebenshaus.
Es ist das Fundament, auf dem du dein heutiges Leben aufgebaut hast.
Und genau dort beginnt meine Arbeit.
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Vielleicht fragst du dich gerade...
Vielleicht kennst du Situationen, bei denen du irgendwann denkst: Warum passiert mir das schon wieder?Vielleicht gerätst du immer wieder in ähnliche Konflikte. Du fühlst dich nicht gesehen oder übergangen. Du übernimmst zu viel Verantwortung, passt dich an, hältst lange durch und irgendwann stehst du wieder an einem ähnlichen Punkt.
Oft schauen wir dann nur auf das, was gerade passiert. Auf den Partner, das Familienmitglied, den Kollegen oder die konkrete Situation.
Doch manchmal liegt der Grund, warum sich etwas immer wiederholt, tiefer.
Denn wir reagieren nicht nur auf das, was heute passiert. Wir reagieren auch aus dem heraus, was wir erlebt und über uns selbst,
Beziehungen und das Leben gelernt haben.
Vieles davon ist uns so vertraut geworden, dass wir es gar nicht mehr als Prägung erkennen. Wir denken einfach:
„So bin ich eben.“
Genau deshalb lohnt es sich, bei wiederkehrenden Problemen zu fragen:
Was wiederholt sich hier eigentlich und warum?
Denn wenn du erkennst, wo ein Muster seinen Ursprung hat, kannst du beginnen, es zu lösen,
damit sich nicht immer wieder dasselbe Problem in deinem Leben zeigt.
Nicht jede Situation berührt uns gleich stark.
Manchmal sagt oder tut jemand etwas und obwohl es von außen vielleicht gar nicht so groß erscheint, löst es in uns sehr viel aus:
Wut, Verletzung, Angst, Rückzug oder das Gefühl, nicht gesehen oder verstanden zu werden.
Das kann daran liegen, dass die aktuelle Situation etwas berührt, das du bereits kennst.
Vielleicht ein Gefühl. Eine alte Erfahrung. Oder etwas, das du sehr früh über dich, Beziehungen oder andere Menschen gelernt hast.
Deshalb ist für mich nicht nur wichtig:
Was hat der andere getan?
Sondern auch:
Warum trifft mich das so?
Was passiert dabei mit mir?
Und was darf bei mir heute anders werden?
Denn genau dort beginnt Veränderung.
Deine Kindheit ist ein Teil des Fundaments, auf dem dein heutiges Leben entstanden ist.
Dort hast du nicht nur erlebt, wie deine Familie miteinander umgeht. Du hast auch gelernt, was Nähe bedeutet,
wie sicher du dich fühlen kannst, wie mit Konflikten umgegangen wird und was du tun musst, um dazuzugehören.
Manches davon begleitet dich bis heute – in deinen Beziehungen, deinen Entscheidungen und darin, wie du auf bestimmte Situationen reagierst. Vielleicht merkst du es erst dann, wenn dich etwas immer wieder besonders stark trifft oder du dich fragst:
Warum reagiere ich eigentlich immer wieder so?
Genau deshalb schauen wir in deinem Lebenshaus nicht zurück, um in der Vergangenheit hängen zu bleiben.
Wir schauen zurück, um zu verstehen, worauf dein heutiges Leben aufgebaut ist und was davon heute anders werden darf.
Du musst nicht schon wissen, woher dein Problem kommt. Du kannst mit dem beginnen, was dich heute beschäftigt und über „Wie kann ich mein Problem lösen?“ gemeinsam herausfinden, wo du ansetzen kannst